Montag, 30. April 2012

PKR Springfest Event 17: Deepstack-Poker schmeckt - auch ohne Zuckerguss

Moin tosamm,

Großartiger Tanzstil, kleiner Stack: Ja, Danke, das oben
rechts bin ich. Langsam wird die Luft dünn.
Sonntagabend, 22. April, habe ich mich seit langem wieder einmal konkreter an ein Pokerturnier auf PKR.com gewagt. Per Mausklick das Abendprogramm: Event Nr. 17 der Pokerfest-Reihe. Ein Deepstack-Event, für das ich mich erst rund eine Stunde nach Start angemeldet habe. 10.000 Chips, Blindzeiten von 15 Minuten - wenn ich mich richtig erinnere - für Onlineverhältnisse paradiesische Zustände. Und eine Grundbedingung dafür, auch nach über 60 Minuten noch vernünftig spielen zu können.

Was bleibt mir von diesem Turnier an Erinnerungen zurück? Zwei Mal konnte ich durch das Floppen von Sets oder Two Pairs Asse knacken. Eine Hand würde ich von der Herangehensweise wieder so spielen: Ich raise mit Königen aus dem Small Blind, mein Gegner im Big Blind reraised. Könige weglegen? All-in gehen? Ich entscheide mich in diesem Fall dafür, lediglich zu callen. Um meine Hand wegzulegen, ist sie zu stark. Falls ich außerdem hinter jedem Reraise gleich Asse vermute, kann ich mich gleich in mein Schutzloch verbuddeln und in Schockstarre verfallen.

Selbst aus verlorenen Händen Nutzen ziehen

PKR bietet mehrere Ansichten des Pokertisches, etwa diese.
Meistens bleibe ich aber bei "Overview", der Vogelperspektive.
Welche benutzt Ihr selbst am liebsten? Und warum?
Das Glück ist mir hold: Ein dritter König taucht auf, mein Gegner raist erneut, ich calle nun aber lediglich. Kein Ass auf dem Turn. Nun schiebt er alles in die Mitte und ich habe kein Problem damit, ihn in meine Trips laufen zu lassen. Ein massiver Chipstapel wandert zu mir, nachdem auch der River kein Ass zeigt. Denn natürlich hatte mein Kontrahent die Bullets.

Die finale Hand des Events allerdings würde ich heute anders gestalten. Ich hatte zu jenem Zeitpunkt knapp 20 Big Blinds in früher Position und bekam Zehnen. Statt aber lediglich zu raisen, schiebe ich alle Chips in die Mitte – in der Gewissheit, dass nach mir ein Shortie kommt, der rund die Hälfte meines Chipstapels fressen kann. Tatsächlich: Er pusht ebenfalls, zeigt Ass, X und erhält dann auch sein zweites Ass. Ein normaler Raise wäre in meinen Augen besser gewesen. Nach seinem All-In wäre dann wohl ein Fold folgerichtig. Resultat des dennoch spannenden Abends: Der doppelte Buy-In als Gewinn.

Die Blase machte keinen Spaß

Herausfordernd war in diesem Turnier die Bubble-Phase, was daran liegen mag, dass ich etwa über meinem Buy-In gespielt habe. Der Gedanke, 22 Dollar investiert zu haben, um dann kurz vor dem Geld auszuscheiden, hat mir Respekt eingeflößt. Das ist in der Bubble-Phase nicht angebracht. Im Gegenteil. Entsprechend muss ich noch mehr darauf achten, angenehme Limits zu spielen. Die Karten und die Gegner sollen im Mittelpunkt stehen, nicht Gedanken an den Verlust eines Buy-Ins.

Ablegen, auch wenn's weh tut

Heute, kurz vor dem 1. Mai, ging es dafür wieder an einen 2.20er Satellite-Tisch für das 55er-Prime-Time-Event. Hier wurde die Bubble erneut die interessante Phase: Ich bekomme in früher Position A, Q, der zuvor mit Min-Bets arbeitende Gegner vor mir raist den dreifachen Big Blind. Statt meine Hand abzulegen, schiebe ich alle Chips in die Mitte. Er hält A, K. Drei Plätze später wäre ich im Geld gewesen bzw. hätte ein Ticket gewonnen. Was ich mich zu diesem Zeitpunkt aber gefragt habe: Reicht meine 10/14-Platzierung wirklich dazu?

Nachdem sich der Pulverqualm nun gelegt hat, würde ich mittlerweile dazu tendieren, diese Hand fallen zu lassen. Sie ist zwar gut, durch den Raise des Gegners aber ein ganzes Stückchen wertloser. Außerdem folgen sieben oder acht Gegner, die ebenfalls Probleme bereiten könnten.

Zum Freudentanz kommt es trotzdem

Heiß, Baby, heiß - der 20:80-Chiprückstand lässt mich
nicht unruhig werden. Das zahlt sich aus. 
Besser lief es da in einem Sit'n'Go im 3-Dollar-Bereich, das kurz darauf folgte: Gleich von Beginn an war ich Chipleader, gestaltete mein Spiel bewusst und ließ mich auch nicht von einem 20:80-Chiprückstand im Heads Up entmutigen. Im Gegenteil: Stück für Stück kämpfte ich mich zurück.

Dabei habe ich mir eine der Lehren aus den Dan-Harrington-Büchern immer wieder vor Augen geführt: Nur dann zu folden, wenn es wirklich sein muss oder mein Gegner mich regelmäßig mit Erhöhungen aus dem Big Blind dazu zwingt, meine Karten doch abzulegen. Ansonsten gilt: Fast jede Hand ist spielbar, wenn ich nur noch den Small Blind auffüllen muss.

Letzte Lehre beim Machen der Screenshots zu diesem Blog-Eintrag: Die Brille, die mein PKR-Charakter trägt, ist irgendwie trashig. Da muss eine neue her :)

Beste Gröten,
Nico

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Dienstag, 24. April 2012

Foto Ventura in Oldenburg: Shooting mit Hut und Pokerkarten

Moin tosamm,

Der Bailey Tino ist derzeit mein Lieblingshut.
Fotos: Foto Ventura, Oldenburg, Imke Folkerts
der lederne Sessel im Studio von Foto Ventura in der Staustraße 17 in Oldenburg hat es mir gleich angetan: Reinlümmeln, wohlfühlen. Und vielleicht für mein Blog- und Hut-Shooting verwenden?

Hinter der Kamera: Imke Folkerts, mit der ich mich gut verstehe. Nach rund einer Dreiviertelstunde sind die Fotos im Kasten, ein paar Tage später nehme ich die CD mit den Dateien in Empfang. Welche Bilder gefallen mir am besten? Es sind die Bilder, die mich mit dem Bailey-Hut zeigen, vor allem jene in Schwarzweiß. Edel, aber nicht zu aufgesetzt, stilvoll, aber nicht zu unnahbar.

Mehr als ein Passfoto

Warum bin ich überhaupt ins Studio gegangen? Professionalität war mein Hauptantrieb. Ich habe schon lange darüber nachgedacht, Bilder von der Fachfrau oder vom Fachfrau machen zu lassen, die dann als hochwertige Eyecatcher für meinen Pokerblog dienen. Gleichzeitig sollten auch Pokerblog-Fansite und der Fotobereich für mein eigenes privates Profil eine Generalüberholung bekommen.

7,2 - Premiumhand, wenn das Board denn stimmt... 
Was steht als nächster Schritt an? Die Ergebnisse des Fototermins sollen noch besser in meinen Blog eingebunden werden. Ein Bekannter von mir kombiniert derzeit das Bild, das Ihr oben bereits seht, mit dem Einladungstext des Blogs. Ich bin sehr gespannt, wie das Ergebnis aussieht.

Like it!

Dann folgen weitere Optimierungen für den Aufbau der Seite. Beispielsweise soll ein Facebook-Likebutton hier ebenfalls Platz finden. So können selbst Pokerfreunde, die mich nicht direkt kennen, sich über den aktuellen Stand auf meinem Blog informieren. Persönlicher Kontakt kommt aber trotzdem zustande, da ich regelmäßig auf meiner Fansite für Nicsmix - der Pokerblog aktiv bin.

Lieber mit einem Lächeln

Meine Melone fand
auch zum Shooting.
Und, was ist mit dem Ledersessel? Der hat es in der Tat in die Fotoserie geschafft – als Statist für eine besondere Hand. 7,2 verwandelt sich dank eines *glücklich* verlaufenden Boards in ein Full House. Im Ernst? Nein. Aber dafür ist mein Blog auch gedacht: Sich Gedanken über das Pokerspiel zu machen, parallel aber nicht zu vergessen, dass es in meinen Augen immer noch ein Spiel ist, das Spaß machen sollte.

Und, wie gefallen Euch die Bilder?

Beste Gröten,
Nico

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Donnerstag, 19. April 2012

Friesland-Poker: Eric Jonas siegt bei Motoport-Osterturnier

Gastbeitrag von Markus Helmke, Friesland Poker

Beste Frau im Event: Birgit Lübben. Links: Markus Helmke vom
Organisationsteam.
 Foto: Friesland-Poker

Das große Motoport-Oster-Pokerevent vom Vareler Pokerclub Friesland Poker war ein voller Erfolg - zumal sich bei diesem Turnier zeigte, dass Poker nicht nur was für Männer ist. Denn das traditionelle Gründonnerstags-Turnier stand dieses Mal ganz im Zeichen der Frauen. 

Nicht nur, dass alle Spielerinnen keinen Eintritt zahlen mussten: Es gab sogar einen gesonderten Preispool für die drei besten Teilnehmerinnen. Die beste Pokerspielerin des Abends war dann Birgit Lübben, die neben einigen Kosmetikartikeln und einer Flasche Sekt auch einen Gutschein eines Online-Schuhversandes geschenkt bekam. Die zweitbeste Frau bekam neben einer Flasche Sekt noch einen Dinner-Gutschein vom Tivoli. Aber auch die zehn besten Teilnehmer des Abends bekamen dieses Mal Preise die von der Firma MOTOPORT gesponsert wurden.

Eric Jonas gewinnt Turnier

Nach einem knallharten Pokerwettstreit gewann Eric Jonas vor Marco Vieregge und Florian Rahmann das Pokerturnier und unter anderem wichtige Punkte für den Final Table der Vareler Poker Stadtmeisterschaft 2012 im Dezember. Markus Helmke, einer der Organisatoren: „Wir veranstalten dieses Gründonnerstags-Pokerevent in dieser Form bereits das 3. Mal. Wir finden es toll, dass immer mehr Pokerspielerinnen zu uns finden." Der freie Eintritt für die Frauen sei ursprünglich einmal dafür gedacht gewesen, damit auch die Partnerinnen der Stammspieler ein Pokerturnier kennenlernen und sich ein Bild machen können. Markus: "Poker ist nicht das verruchte Hinterzimmerspiel, wie einige immer noch denken.“  

Mitte Mai geht es weiter

Das nächste Turnier, das dann wieder vom Outdoor-Label Jeff-Green, dem Hauptsponsor von Friesland-Poker unterstützt wird, findet am 19. Mai um 20 Uhr im Tivoli Varel statt. Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es auf www.Friesland-Poker.de.


Gast-Autor Markus Helmke ist Teil des Organisationsteam von Friesland Poker, das regelmäßig im Gasthof Tivoli in Varel Sachpreisturniere organisiert. Zu seinen Aufgabenbereichen zählt unter anderem die Öffentlichkeitsarbeit für diese Vareler Poker-Initiative.

Mittwoch, 18. April 2012

Friesland-Poker: Patrik Könighaus casht bei WPT Wien - das Interview


Moin tosamm!

Patrik hochkonzentriert am Tisch.
Foto: Montesino Wien
Für meinen Pokerblog habe ich bereits ein paar Interviews geführt. Am meisten Spaß machen noch jene, bei denen ich mit Menschen spreche, die ich persönlich kenne. Das Gespräch mit Sascha Sotyn, Stadtmeister der Saison 2011 bei Friesland Poker, war ein solches Interview.

Und diesmal? Patrik Könighaus aus Friesland, 25, stand mir Rede und Antwort, ebenfalls regelmäßig bei Friesland Poker anzutreffen. Der Anlass: Er cashte bei der World-Poker-Tour-Station im Montesino in Wien, genauer geschrieben beim Opening-Event. Für Platz 41 sprangen bei einem Buy-In von 340 Euro stolze 1.200 Euro heraus. Was hat er mit dem Preisgeld getan, welche Turniere folgen?

Viel Spaß beim Lesen! Und Euch gefällt der Text? Verbreitet ihn bitte weiter. Außerdem freue ich mich sehr, wenn Ihr meinen Blog unterstützt und hier Eure Amazon-Bestellungen beginnt.

Beste Gröten, Nico

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Patrik, was bleibt dir von deinem Trip ins Montesino in Wien in Erinnerung? Gibt es eine bestimmte Hand, ein Gefühl, einen speziellen Gegner?

Patrik Könighaus:

Es sind vor allem drei Hände, die für mein Turnier ziemlich entscheidend waren. Ganz zu Beginn etwa habe ich 10,10 bekommen. Zuvor hatte ich den Tisch beobachtet und gesehen: Da gibt es einen Spieler, der besonders oft blufft. Er raiste erneut, ich callte und zu zweit ging es weiter. Auf dem Board war nichts Gefährliches, auf dem Turn tauchte dann eine Dame auf. Check, er raist, ich calle. Und calle dann auch auf dem River seine Bet - die Dame habe ich ihm nicht gegeben. Ich hatte Recht. Dadurch konnte ich meinen Stack fast verdoppeln und vernünftig Poker spielen.

Spät an Tag 1: Über drei Stunden lang bekam ich keine Hände mehr und war auf unter Average runter. Mit meinen 70.000 Chips lag ich in etwa in der Mitte der rund 29 noch verbleibenden Spieler. Die Top 25 sind in Tag 2 eingezogen. An Tag 2 startete ich dann von 95 übergebliebenen Teilnehmern mit meinen 79.000 Chips im Mittelfeld. Als ich dann nach ungefähr 30 Minuten an Tag 2  Könige bekam und ein Spieler vor mir all-in ging, pushte ich ebenfalls. Er zeigte A,J und meine Könige hielten. Ich war wieder im Rennen.

Was krass war: In der ersten Viertelstunde von Tag 2 flogen gleich 13 Leute raus, die sich mit ihren Small Stacks ins Geld gefoldet hatten - das ging ratzfatz. Die letzte entscheidende Hand war meine letzte: Mit A,Qs traf ich auf Q,Q. Hätte das geklappt, wäre der Final Table in Reichweite gewesen, da bin ich mir sicher.


Patrik Könighaus trifft auf Poker-Pro Patrik Antonius.
Foto: Benjamin Padeken
Wie bist du denn am Tisch mit der Aufregung zurecht gekommen? Gibt es  da etwas, das du auch anderen Spielern raten kannst?

In der ersten Stunde war ich in der Tat aufgeregt. Du weißt: Es geht gleich los und hast Respekt. Man denkt: "Gleich gilt es, vernünftig zu pokern." Ich habe aber gut ins Spiel gefunden, mir den Tisch angeschaut und hatte dadurch beispielsweise auch bei meinem ersten wichtigen Call den richtigen Read.

Was ich raten kann? Zieh dein Ding durch. Konzentriere dich auf Poker, auf deine Spielweise und ändere nicht komplett deinen Stil. Was ich gemerkt habe: Die Spielweise der Teilnehmer bei großen Poker-Turnieren wie die der WPT unterscheiden sich in Teilen gar nicht so sehr von Events wie denen von Friesland Poker. Spieler machen dieselben Fehler.


Nach deinem Ausscheiden auf Platz 41 von 850 Spielern hast du auf Facebook recht schnell geschrieben, dass du mit deinem Spiel zufrieden bist.

Ja, anders als in Varel, wo ich doch durchaus einmal riskanter spiele, habe ich in Wien nur gute Hände ausgewählt und mich darauf konzentriert, nahe des Average zu bleiben. Letztlich habe ich aus 340 Euro Buy-In 1.200 Euro gemacht. Was die letzte Hand betrifft: Da lag ich nur noch knapp unter Average. Worauf sollte ich noch warten? Dass weder mein Flush noch ein Ass ankam, ist nicht zu ändern.

Ist denn noch etwas von deinem Preisgeld übrig geblieben?

Nein, ich bin mit dem Taschengeld, was ich mit nach Wien genommen hatte, wieder zurück nach Hause geflogen. Der Rest ging für Buy-Ins - das waren knapp 500 Euro - Essen und Trinken oder auch Cash Game drauf.

Was steht nun für dich an? Hast du bereits weitere Turniere im Visier?

Gerne würde ich größere Events spielen. Welche, weiß ich allerdings noch nicht. Mein Traum wäre, erneut an der Mermaid Poker Challange teilzunehmen. Für 220 Euro gibt es eine garantierte Gewinnsumme von 125.000 Euro. Ich habe Lust auf Turniere, bei denen der Buy-In noch vertretbar für mich ist. Im nächsten Jahr kommt dann Las Vegas.

Und, noch Lust auf Friesland Poker, nachdem du Turnierluft mit größeren Cash-Möglichkeiten geschnuppert hast?

Ja, klar! Auch in diesem Jahr ist für mich der Final Table das Ziel. Die Leute sind nett, es macht einfach Spaß, dort zu spielen. Ich fühle mich dort gut aufgehoben. Hier bin ich mit Poker angefangen, als Friesland Poker vor zwei Jahren ins "Tivoli" kam. Friesland Poker ist für mich Pflichtprogramm!



Dienstag, 10. April 2012

PokerStars: Darum ist Paul Jones "Bester Blogger" der WBCOOP

Moin tosamm,

vor einer Weile habe ich erneut die PokerStars World Blogger Championship zum Thema gemacht. Im Grunde waren es nicht die WBCOOP-Turniere selbst, eher die Vergabe des Titels "Best Blogger" im Speziellen. Meiner Ansicht nach war die Wahl von PokerStars sehr unglücklich. Es machte nämlich den Anschein, als ob der Gewinner Paul Jones enge Verbindungen zu PokerStars besitzt.

Laut PokerStars berechtigt, den Titel "Best Blogger" zu
tragen: RoyalRaiser
 
Wie im besagten Post angekündigt, habe ich dann eine Presseanfrage an PokerStars geschickt, die klären sollte, warum es dem letztendlichen "Best Blogger" Paul Jones erlaubt war, trotz der WBCOOP-Teilnahmebedingungen an diesem Wettbewerb teilzunehmen.

Persönliche und ausführliche Antwort

Am Dienstag, 3. April, hatte ich die Antwort von PokerStars dann auch im Postfach. Hier die Antwort in Auszügen - wer die komplette lesen möchte, möge meinen englischsprachigen Post lesen. Hier will ich mich auf das Wesentliche beschränken:
Zu Beginn bitten wir zu beachten, dass die Jury-Mitglieder dieser Promotion keinerlei Verbindung mit irgendjemand vom Team von Poker School Online haben. 
Als wir die WBCOOP konzipierten, war unser Wunsch, alle, die sich irgendwie als Poker-Blogger verstehen, auch einzubinden. Hätten wir die, die von Poker School Online oder auch anderen PokerStars-verbundenen Seiten kommen, ausgeschlossen, würden wir gegen die Grundprinzipien des Bloggens und dessen, was wir erreichen wollen, verstoßen. 
Wichtig zu wissen: In den Teilnahmebedingungen heißt es, dass Angestellte von PokerStars und deren Verwandte sowie Angehörige von mit PokerStars verbundenen Instanzen nicht an der Promotion teilnehmen dürfen. In diesem Zusammenhang bedeutet "Angehörige" Ehepartner, Partner, Eltern, Kinder oder auch Geschwister. Es ist wirklich wichtig zu wissen, dass keiner der PSO-Moderatoren bei PokerStars oder einer der mit PokerStars verbundenen Firmen angestellt ist. 
Die Moderatoren besitzen keinen Vertrag mit PokerStars und können unsere Software genau wie jeder andere benutzen. Das heißt, sie können auch an unseren Echtgeld-Werbeaktionen teilnehmen. PokerStars-Mitarbeitern ist das nicht erlaubt. Das zeigt hoffentlich, dass Moderatoren berechtigterweise an dieser Promotion teilnehmen können. 
"Dass er im Forum von PSO moderiert, schließt ihn nicht von der Preisvergabe aus."
Auf Pokerstars sind auch die Ranglisten der WBCOOP zu finden.
Was RoyalRaiser, der mit dem "Best Blogger"-Preis ausgezeichnet wurde, betrifft: Die Preisrichter haben sich zwölf Blogs angeschaut, von denen zehn aus dem PokerNews-Netzwerk kamen. Zwei zusätzliche Plätze wurden vom PokerStars Blog Team zusätzlich nominiert.  
Man kam zum Schluss, dass Royalraiser der stimmigste, engagierteste und authentischste Blogger war, der in seinem Können auch die elf übrigen übertraf. Die Entscheidung fiel nicht leicht, und das Team tauschte sich über jeden der Finalisten aus, bevor die endgültige Entscheidung schließlich fiel.  
Der Fakt, dass er im Forum von Poker School Online moderiert, schließt ihn nicht von der Preisvergabe aus. Wir hatten Einsendungen aus mehreren Ländern, teilweise sogar von Bloggern, die auf Seiten von Mitwettbewerbern von PokerStars ihre Texte veröffentlichen.  
Wie oben beschrieben, war diese Promotion jedem aktiven Blogger zugänglich, der nicht als Mitarbeiter bei PokerStars oder einem der mit PokerStars verbundenen Unternehmen fest angestellt ist.  
"Weder fest angestellt ... noch rechtsbindend bei PokerStars beschäftigt"
Der RoyalRaiser ist weder fest angestellt oder in irgendeiner Weise rechtsbindend bei PokerStars beschäftigt. Das bedeutet: Seine Auszeichnung wird ihm nicht aberkannt, da er keine der  Teilnahmebedingungen verletzt hat. So werden neben den bereits vergebenen Preisen keine zusätzlichen verliehen.
Erneut bedanke ich mich bei dir dafür, dass du uns in dieser Angelegenheit direkt angesprochen hast. Ich glaube, dass meine Erklärung hilft, unsere Entscheidung zu begründen.
Ich freue mich sehr darüber, dass PokerStars auf meine Anfrage reagiert hat. Mein Wunsch, dass künftige Ausgaben der WBCOOP sich noch mehr auf Qualität und Klarheit gründen, bleibt aber bestehen. Teil dessen: PokerStars muss von Beginn an wirklich deutlich darlegen, warum ein bestimmter Blogger die Auszeichnung des "Best Blogger" erhält". Insbesondere dann, wenn die Beziehung zwischen Blogger und PokerStars nicht klar definiert ist. Der Gewinner selbst kann nicht in der Pflicht sein, erklären zu müssen, warum er oder sie die Auszeichnung erhalten hat.

Blog road show presented by PokerStars?

Außerdem sollten die Blogger-Inhalte eine größere Rolle innerhalb der WBCOOP spielen. Wie bereits geschrieben würde ich gerne die kleinen Diamanten dort draußen entdecken, die im Rahmen der Weltmeisterschaft der Blogger entstehen. Welche zeichnen sich durch ihr Design aus? Welche durch besonders humorvolle Inhalte? Eine Art "Road Show" wäre toll. Mein Rat: PokerStars möge auch seine lokalen hauseigenen Blog-Teams in die Organisation einbinden. Verleiht gerne auch nationale Titel!

Und: Wagt es bitte nicht, erneut das Abstimmungs-Modul zu benutzen, das auf den Poker-News-Seiten lief, um die besten zehn Blogs für den "Best Blogger"-Award auszufiltern. Es war möglich, für einen einzelnen Kandidaten täglich abzustimmen. Nicht zuletzt führt diese Art und Weise der Abstimmung nicht zu den besten Blogs. Es zeigt lediglich, welche Blogger in der Lage sind, das größte Publikum zu einer Abstimmung zu bewegen.

Die PokerStars Sunday Million - möge das nächste
Main Event der WBCOOP zu einer ähnlichen Zeit
starten.
Bessere Startzeit für das Main-Event 

Flacht außerdem bitte die Preisstruktur ab. Wenn Spieler mehr als fünf Stunden in einem Turnier verbringen und nur mit einem 11-Dollar-Ticket abschließen, erzeugt das mehr Frust als Lust am Spielen.

Abschließend folgende Bitte: Das Main Event der WBCOOP verdient auch eine entsprechend königliche Startzeit. Wenn für PokerStars Sunday Million und das Warm Up Ähnliches möglich ist, besitzt das WBCOOP-Hauptturnier dieselbe Berechtigung.

Beste Gröten, Nico 

P.S. Vielen Dank an dieser Stelle allen Pokerspielern, Bloggern und auch sonstigen Lesern, die meine Posts zur WBCOOP verfolgt haben. Sicher, der Anlass war kein erfreulicher. Es hat mir aber sehr viel Spaß gemacht, Euch beim Kommentieren, Verlinken, Liken und Verbreiten meiner Blog-Inhalte zu beobachten. Meinem Freund Markus Mahns gilt ein besonderes Dankeschön. Er hat einen zweiten Blick auf die englischsprachigen Blog-Posts geworfen. Das bedeutet mir sehr viel.

P.P.S. Euch gefällt mein Blog-Eintrag? Und kauft gerne bei Amazon ein? Dann würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr auch hier vorbei schaut. Damit unterstützt Ihr meinen Blog. Vielen Dank!

WBCOOP: PokerStars states in detail why Paul Jones is best blogger


Moin tosamm,

On PokerStars.com, you are able to find the results
of PokerStars WBCOOP 2012.
 
a short time ago the PokerStars Blogger World Championship was my topic. In fact not the WBCOOP itself but the winner who had been awarded the title "best blogger". In my opinion this choice was the worst PS might have made. It seemed as if Paul Jones was affiliated with PokerStars.

As announced, I sent a press request to PokerStars including the following: Why was Paul Jones able to win this award although the WBCOOP PokerStars terms say: "Employees and relatives of employees of PokerStars and any entities affiliated or related to PokerStars are not permitted to participate in the Promotion. For these purposes, the term "relative" shall mean spouse, partner, parent, child or sibling"?

A personal and detailed answer

On April 3rd, PokerStars sent me a mail in which they describe in detail why the choice of Paul Jones didn't violate the terms and conditions of WBCOOP. Here you go:

"Thank you for getting in touch regarding the decision about the WBCOOP Best Blogger. We appreciate your comments, and hopefully the below will help you to understand why Paul Jones won the award.  

Firstly, please note that the judges for this promotion have absolutely no connection or involvement with anyone from the Poker School Online team. When we set-up WBCOOP, we wanted maximum involvement for anyone who considers themselves a poker blogger. If we were to take out those bloggers who came from Poker School Online or another PokerStars affiliated site, we would have been going against the core principles of blogging & what we wanted to achieve.

PokerStars: "Fully eligible to participate": RoyalRaiser
What's important to know, is that in the terms & conditions it states (as you've already mentioned): Employees and relatives of employees of PokerStars and any entities affiliated or related to PokerStars are not permitted to participate in the Promotion. For these purposes, the term "relative" shall mean spouse, partner, parent, child or sibling. 

It's really important to understand that none of the Poker School Online moderators are employees of PokerStars or any entities affiliates with PokerStars. The moderators have no contracts in place, and are free to use the software in the same way as anyone else, which means they are eligible to take part in any of our real money promotions. PokerStars employees are not permitted to take part in promotions. This should hopefully demonstrate that the moderators were fully eligible to participate in the promotion.
"The fact he moderates in the Poker School Online forum does not rule him out of winning the prize."
With regards to the RoyalRaiser being awarded with the Best Blogger prize, the judges looked through 12 shortlisted bloggers, with 10 having come from PokerNews, and 2 additional places having been awarded by the PokerStars Blog Team. It was agreed that the RoyalRaiser was the most vocal, authentic, engaging and showed his core blogging skills over and above any of the other 11. The decision was not made lightly, and the team sat through & talked about all of the finalists before reaching their decision. The fact he moderates in the Poker School Online forum does not rule him out of winning the prize. We had entries from lots of different countries, with some bloggers active on competitor sites to PokerStars. However as mentioned above, the promotion was one that was open to any active blogger outside of contracted PokerStars employees (or those employed by companies affiliated to PokerStars). 
"The RoyalRaiser is not contracted or employed in a legal capacity"
The RoyalRaiser is not contracted or employed in a legal capacity, which means his award will not be taken away as he doesn't breach any of the terms and conditions.
Aside from the other prizes that have already been announced, there will be no further awards given out for WBCOOP 2012.

Once again, thank you for making contact about this, and I trust that the above helps to explain the decision." 

Although I'm very happy to finally receive an answer to my request, my wish that WBCOOP will be focusing more on quality and clarity in the future still remains. Part of it: PokerStars should explain right away in full detail why a certain blogger has won a title like "Best Blogger". Especially if the relationship between PokerStars and blogger is not clear. The blogger himself can't be forced to explain himself why he or she won.

"Blog road show" presented by PokerStars?

Furthermore, content should become a bigger part of the WBCOOP. As I have already written, I want to discover the little blog-diamonds out there participating at the PokerStars World Blogger Championship of Poker. Which blogs have a very unique design? Which ones contain the most humorous content? Also: a blogger road show would be great. My advice: Include your local blog teams into the jury, too, PokerStars, award national titles.

In addition, never add a vote-scheme as used on the Poker News sites again to gain an overview which blogs may be the ten best to take a closer look. It was possible to give votes on a daily basis. This way doesn't really show quality, it only reflects which bloggers have the biggest audience.

The PokerStars Sunday Million - it would be nice to see the next
WBCOOP main event start at a similar prime time.
Main event - prime time starting time

Also, flatten the price structure. If players spend five hours of their life on a tourney and are only able to win a 11 dollar ticket, that might result in more frustration than fun. Finally, a WBCOOP main event deserves a main event starting time. As the PokerStars Sunday Million and Warm Up start later in the evening, WBCOOP has the same justification to do so.

Beste Gröten, Nico

P.S. Thanks to all players, bloggers and readers following my WBCOOP blog posts. Although the main core of the "Best blogger" post series was not a positive one, it was fun to see you comment, like, link - and spreading my word. Also, thanks to Markus Mahns for taking a look on my English blog posts. It means much to me.

P.S. You like my blog post? You like Amazon, too? I'd be happy if you start your next shopping tour with the following banner. I take part at the Amazon affiliate program. So, with using this banner some dollars reach my low roller poker bankroll, too. Thanks a lot!