Freitag, 30. August 2013

Raus aus dem Poker-Tief (2): Poker-Break und vier Kilo weniger

Moin tosamm,

Enjoying life - without poker
Taking a break - and enjoying life. Nach der Pokerpause will ich 

bewusster Poker spielen und genießen. Foto: Ahmed Arup Kamal, 2009
habt Ihr Euch schon mal mit Euren Freunden darüber unterhalten, welches Poker-Turnier Ihr in Kürze besucht? Oder welche Online-Session demnächst ansteht? Mit Sicherheit. Habt Ihr Ihnen auch schon mal gesagt, dass Ihr jetzt erst einmal eine Pause einlegt, die länger als ein paar Tage andauert? Das wird eher seltener der Fall sein. Korrekt?

Nach dem Besuch des Strandturniers von Friesland Poker in Dangast habe ich noch am selben Tag den Entschluss gefasst, nicht nur am Folgetag kein mehr Poker zu spielen. Bis Oktober soll die Pause andauern - dann will ich wieder beginnen.



Vielleicht hat das Ausscheiden beim Dangaster Event das Fass zum Überlaufen gebracht: Als ich kurz vor der ersten Pause raus war, habe ich still meine Sachen gepackt und bin wortlos zum Auto zurückgegangen. Innerlich habe ich gekocht. Als sich der Rauch verzogen hatte, war mir klar: Es ist wieder Zeit, kürzer zu treten und die Zeit, die ich Poker widme, bewusster zu gestalten. Erstes Ziel: Vor allem meinen Kopf frei zu bekommen und mir bewusst zu machen, dass es so viele Dinge gibt, die wichtiger sind als Poker. Im ersten Teil meiner "Raus aus dem Poker-Tief"-Serie dachte ich noch, Sport würde reichen. Das tut es nicht.

Lese-Empfehlung für Haseeb

Mit den Ausschlag gegeben haben drei wundervolle Blogposts von Haseeb Qureshi. Sie beschäftigen sich mit der Frage, wie ein Pokerspieler leben sollte. In einem seiner Beiträge tätigt er eine Aussage, die mir besonders im Kopf hängen geblieben ist: Poker ist ein Spiel. Ein Spiel, das Spaß machen sollte.

Tilt im Pokerspiel - tödlich
Du tiltest, wenn dir Fehler im Pokerspiel
passieren - das ist tödlich für dein
Turnierleben.
Grafik: istolethetv / Flickr  
Folge: Wenn mir ein Spiel nicht mehr Spaß macht, lasse ich es sein. Oder ich sorge selbst dafür, dass ich es weiterhin genießen kann. Letzteres ist meine Wahl. Bis Oktober lasse ich die Hände von den Pokerkarten, sowohl live als auch online. Erlaubt ist pokerbezogene Lektüre.

Ein Highlight dieser Kategorie stellt "Mental Game of Poker" (Amazon-Partnerlink)von Jared Tendler dar. In seinem Buch beschreibt Jared diverse Arten von Tilt. Ich kann mich damit rühmen, dass ich gleich mehrere Seiten mit einem Eselsohr versehen konnte. Das Maß, indem ich mich beispielsweise für Fehler in meinem Spiel verurteile, ist Teil der Geschichte. Denn wie Jared in seinem Buch ausführt, führt die übermäßige Kritik an sich selbst mit hoher Wahrscheinlichkeit zu weiteren Fehlern. Dabei stellen Fehler eine Chance dar, dazuzulernen!

Derzeit lese ich das genannte Buch. Vor Kurzem ist außerdem das Folgewerk bei mir im Postkasten gelandet. Sobald ich einen ausführlichen Blick hinein werfen konnte, lest Ihr hier mein Review.

Nun heißt es zum Ende zu kommen: Schlafreserven auftanken, morgen ist Friseurtermin, im Anschluss steht Einkaufen mit meiner Familie an, nachmittags kommen Freunde, um den Geburtstag meines Sohnes nachzufeiern. Heute haue ich mir nicht noch mit irgendeinem Turnier die Nacht um die Ohren. Dafür ist irgendwann noch Zeit - wenn ich Lust dazu habe. Frühestens ab Anfang Oktober.

Ach, übrigens, ich bin nun vier Kilogramm leichter als zu jenem Zeitpunkt, als ich den ersten Teil dieser Serie verfasst habe. 90 Kilogramm statt 94. Eine bewusstere Ernährung war ein Schlüssel - und weitere Pfunde sollen purzeln.

Euch ein schönes Wochenende!

Beste Gröten,
Nico



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