Dienstag, 6. August 2013

Raus aus dem Pokertief (1): Weg mit den Brüsten

Moin tosamm,

Dick und rund - das tut mir auch am Pokertisch nicht gut. Hier bereits  nicht mehr zu sehen, weil verschwunden: die männlichen Brüste. Yak. Zeichnung: Tripletsisters/Flickr.com
Dick und rund - das tut mir auch am Pokertisch nicht gut. Hier bereits
nicht mehr zu sehen, weil verschwunden: die männlichen Brüste. Yak.

Zeichnung: Tripletsisters/Flickr.com
versteht mich nicht falsch: Ich mag Brüste. Nur nicht an mir. Darum sollen sie weg. "Pardon, Nico?", werdet Ihr nun denken - "Wie bitte?!"

Männerbrüste. Jene Ansatz von Busen-Imitation, die entsteht, wenn Lebemänner wie ich und du (die Frauen schließe ich hier einmal bewusst aus) es sich zu gut gehen lassen und ansetzen.

Neben einem respektablen Waschbärbauch muss ich dringend meine obere Körperpartie wieder in Form bringen. Genug der Peinlichkeiten - der Anfang dafür ist gemacht.



Ursache des Ganzen: Seit Anfang des Jahres habe ich Sport massiv schleifen lassen. Dafür umso mehr genossen. Hiermit ist vorbei - zumindest mit Teil 1 des Satzes. Gestern Abend bin ich das erste Mal seit langem wieder laufen gewesen. Ein paar Kilometer von unserer Bleibe entfernt ist ein schöner Wald, Bahn für Sportschuhträger inklusive. Ich habe es überlebt und spüre nun Muskeln, von denen ich dachte, sie wären bestens in Form. Außerdem weiß ich wieder, dass es blöd ist stehen zu bleiben, wenn du duftest wie ein Iltis und dich in einem Wald voller Mücken befindest.

Folgen auch für mein Pokerspiel

Derzeitiges Lebendgewicht: 94 Kilogramm bei einer Körpergröße von 1,88 Meter. Ja, schluckt nur. Mir geht dieser Status quo seit geraumer Zeit auf den Geist.

Der Aufbau meiner körperlichen Verfassung wird auch meinem Pokerspiel guttun. Warum? Seit Anfang des Jahres

  1. bin ich launischer als gewohnt
  2. habe ich keine nennenswerten Erfolge im Pokerbereich feiern können, soweit es diese denn für Low Roller wie mich geben kann
  3. verliere regelmäßig die Konzentration
  4. bin undiszipliniert
  5. baue mir Luftschlösser. Eines der Ergebnisse: Als wir ins Nürnberg vor Kurzem Urlaub gemacht haben, musste ich unbedingt Poker spielen. Ein 60-Euro-Turnier in einem Kartenclub, fernab der Casinos. Ergebnis: Erst am Tisch habe ich über den Blick auf den Blinds-Monitor gesehen, dass es sich dabei um ein Second-Chance-Event handelt. Zuvor war davon auch online keine Rede. Ein paar verrückte Hände und Calls meiner Gegner später war ich draußen. Der Fehler war aber zu Beginn gemacht worden, nämlich von mir: Mein Spieltrieb hat meine Vernunft in die Flucht geschlagen. Dieses Turnier hätte es wahrlich nicht sein müssen.
  6. habe keinen festen Zeitplan mehr, wenn es um mein Pokerhobby geht
  7. ... ernähre ich mich ungesund.

Mehr Sport wird zu mehr Zufriedenheit und Gelassenheit führen und - da bin ich großer Hoffnung - einige der genannten Punkte eliminieren. Was ich für mein Pokerspiel immer noch suche, habe ich offline gefunden: Einen Freund, der mir beim Training zur Seite steht.

Es geht an den Strand

Erste Bewährungsprobe: Das Beachpoker-Event meiner geliebten Jungs von Friesland Poker in Varel. Am 17. August ist es um 13 Uhr so weit. Ich bin gespannt und freue mich auf Euch!
Bis dahin heißt es: Sport treiben, Wohlfühlgewichtsregionen erreichen, ruhiger an mein Poker-Training heranzugehen und vor allem...

... meine Männerbrüste in die Flucht zu schlagen. Nein, es wird dazu keine Fotos geben. Und Nein, Ihr dürft nicht anfassen, sollten wir uns sehen.

Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Beste Gröten,
Nico


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